Franz Neckenig
Deutschland - Das neue Utopia
Ein Blick in die Zukunft


1. Auflage von 2018,
309 S.
ISBN-10: 3-96409-040-9
ISBN-13: 978-3-96409-040-9
€ 15,90
lieferbar seit: 13.09.2018

Inhalt


Jedes Gespräch über gesellschaftliche Themen wird heute von einem hohen Detailwissen und individuellem Denken begleitet, sodass ein Konsens in der Sache kaum noch zu erreichen ist. Der Versuch, das gesellschaftlich Ganze ohne Widerspruch darzustellen, ist somit nur noch als Utopie möglich. Die Idee wurde von Thomas More's "Utopia", die 1517 in Antwerpen erschien, angeregt. "Deutschland - Ein neues Utopia" ist jedoch nicht als eine roman-hafte Erzählung angelegt, sondern ist trotz der fiktiven Gestaltung, eher ein Fachbuch bzw. Lehrbuch zu nennen. Wie die "Utopia" des Thomas More ist auch das "Neue Utopia" ein Versuch, an bestehenden sozialen, kulturellen und geistigen Sachverhalten Kritik zu üben, auch wenn die Beschreibung die Zukunft antizipiert. Der Text erweitert inhaltlich die in der Publikation Gesellschaft neu denken und gestalten von 2013 vorgestellten Themenbereiche. Von den existierenden Verhältnissen ausgehend, wird eine Gesellschaft vorgestellt, die sich viele aufgeklärte Bürger der Bundesrepublik wünschen. Manches wäre auch schon 'morgen' zu verwirklichen, stünden dem nicht private, wirtschaftliche und parteipolitische Interessen entgegen. Die inhaltlichen Felder: Soziales, Kulturelles und Geistiges und die vier gesellschaftlichen Teilbereiche: Politik, Wirtschaft, Kultur und Ideologie geben dem Bericht seine formale und zugleich thematische Struktur. So skizziert die Sammlung sozialer Themen Vorgänge, die das alltägliche Leben abbilden; die kulturellen Beiträge stellen das politische System, die Wirtschaftsordnung sowie das Bildungssystem vor; unter der Rubrik Geistiges bzw. Ideologie findet der Leser Beiträge zum politischen und religiösen Denken sowie zu neuen Formen der Wissensvermittlung. Der Bericht ist durch den konzeptuellen Aufbau sowohl eine Anleitung zu einem tieferen Verständnis der bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse als auch eine Hilfe bei der Assoziation des politisch Möglichen. Die Beschreibung des Neuen Utopia ist auch mit einem überparteilichen Wahlprogramm zu vergleichen, denn es sind nicht nur Visionen, die mitgeteilt werden, sondern auch konkrete Vorschläge für gesellschaftliche Veränderungen sind im Text zu finden. Das Nachwort führt Faktoren auf, warum das Bestehende von den Parteien geschützt wird und warum es in naher Zukunft nicht möglich sein wird, den Traum einer radikalen Humanisierung unserer Gesellschaft zu verwirklichen. Dass das Buch 500 Jahre nach der Veröffentlichung der "Utopia" von Thomas More konzipiert und 50 Jahre nach 1968 veröffentlicht wurde, ist kein Zufall.

 

 

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